Charakter Builder & Monster Builder (D&D4)
Seit ich Rollenspiele spiele, hat sich für mich nie die Frage gestellt, Softwaretools dafür einzusetzen. Ich mochte immer das “echte” Pen & Paper Feeling der Spiele und hatte immer den Eindruck, dass ein Computer auf dem Spieltisch kontraproduktiv sei.
Da ich aber nun jetzt DNDInsider-Subscriber bin und zu den offiziellen Tools, wie dem Charakter Builder und dem Monster Builder (Beta) Zugriff habe, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, diese einmal auszuprobieren. Zu der allgemeinen Unschönheit, dass die Tools Dank .Net 3.5 nur unter Windows laufen, habe ich mich ja schonmal geäußert. Aber wozu gibt es Virtualisierungen auf den Macs?
Charakter Builder: Diese Anwendung erlaubt es in interaktiven Dialogen, komplette Spielfiguren, gleich welchen Levels, gleich welcher Sonderregeln zu erstellen und zu verwalten. Beim Start schaut die Anwendung nach Updates, die es einmal im Monat gibt. In diesen Updates werden dann jeweils neue Regeln und Heldenbestandteile (Feats, Power, Klassen) aus dem Dungeon Magazine oder anderen Publikationen implementiert. Mit dem Charakter Builder hat man sozusagen alle Optionen für seine Figur aus sämtlichen Publikationen von Wizards of the Coast an einem Ort, um seine Figur zu erstellen – auch Dinge, die erst in kommenden Veröffentlichungen kommen werden, sind zumeist schon im Charakter Builder eingebaut. Der CB achtet genau darauf, dass eine Figur regelkonform ist und stellt nur das an Wahlmöglichkeiten zur Verfügung was der Figur tatsächlich zur Verfügung steht.
Die erstellten Figuren werden einfach auf der Festplatte gespeichert und die Dateien (eine je Figur) sind problemlos tauschbar. So kann man schnell seinem SL die Figur fürs die nächste Quest schicken. Man kann die Figuren auch als Character Sheet anzeigen, wobei dann optional alle Powers als farbige Kärtchen mit ausgedruckt werden. Das Tolle daran ist, dass bereits der Schaden für die Waffen mit ausgewiesen wird, sowie Möglichkeiten zu zusätzlichem Schaden durch besondere Fertigkeiten. Im Idealfall bedeutet der Ausdruck eines Charakters, dass alles an Informationen beiliegt, was zum Spielen gebraucht wird.
Negativ fällt auf, dass der Charakterbogen auf das US Letter Format fixiert ist, und man diese Voreinstellung auch nicht ändern kann, sprich es fehlt am rechten Rand immer ein bisschen was. Dem kann man abhelfen, indem man die Ausgabe im Ausdruck auf 95% verkleinert oder eine andere Art von Skalierung wählt. Nicht optimal aber akzeptabel.
Monster Builder: Diese Anwendung ist Bestandteil der D&D Adventure Tools und das erste von vermutlich fünf Modulen. Der Monster Builder erlaubt es auf einfache Art und Weise, Monster für seine Quests zusammen zu stellen. Man kann bequem die mehr als 2500 Monster aus den offiziellen Quellen durchforsten. Sehr schön ist, dass man die Monster per Copy & Paste in seine Dokumente einfügen kann. Darüber hinaus ist es möglich bestehende Monster an sein Abenteuer sehr vielfältig von den Stats her anzupassen, es ist aber auch möglich, völlig neue Monster zu erstellen, wobei der Monster Builder darauf achtet, dass man die Regeln und Vorgaben beim Erstellen der Monster einhält. Hat man ein neues Monster erstellt und will sich die Details sparen, berechnet einem der Monster Builder auch gerne die Stats. So kann man schnell und übersichtlich neue Herausforderungen bei seinen Encountern einsetzen und kann sicher sein, dass durch die automatische Regelbeachtung die Verhältnismäßigkeit der Gegner gewahrt bleibt. Ein sehr nützliches Tool, was momentan in der Beta vorliegt – auf die Final kann man gespannt sein.
Ich finde beide Tools absolut sinnvoll, insbesondere bei der Vorbereitung als Spieler oder als Spielleiter. Als Spieler kann man ideal seine Figur modellieren ohne eine Unmenge an Büchern zu durchforsten. Als Spieleiter kann man die Encounter anpassen oder kreieren und ist sich immer relativ sicher, dass die Begegnungen ausgewogen bleiben. Darüber hinaus ist das Feature, die Monsterstats in eigene Dokumente zu kopieren ein Traum – nie mehr umständliches Rumfrickeln. Meine Meinung über Software im Zusammenhang mit Rollenspielen hat sich durch diese beiden Tools gewandelt, mein MacBook kommt mir aber trotzdem nicht auf den Spieltisch, die Tools bleiben der Vorbereitung und dem Vorfeld eines Spielabends vorbehalten.
Durch die beiden Tools wird, da hat sich meine Meinung seit dem letzten Post zum DNDInsider Abonnement geändert, selbiges auch nochmals aufgewertet. Zur Beta des Monster Builder hat man nur über ein D&D Insider Abonnement Zugang. Der Charakter Builder steht jedem zur Verfügung, jedoch ohne Abonnement nur für die Stufen 1-3.






Ich kenne nur den CB, finde ihn aber auch sehr hilfreich zur Vorbereitung ern vom Spieltisch. Ohne wäre 4e auch kaum möglich, denn besonders die Menge an Powers, die man auf höheren Stufen hat, kann sich kein Mensch merken. Leider fehlen aber immernoch ein paar Dinge, wie z.B. Mounts. Außerdem wird es auch wieder bei höheren Stufen sehr unübersichtlich was die Menge an Feats oder Gegenständen angeht, besonders da man viele Vorschläge bekommt, die wirklich nicht sinnvoll ist (wenn man keine close burst Powers hat, braucht man auch keine Items die dabei helfen usw). Da braucht es dringend Filter. Selbst bei den Rassen wäre das schon sinnvoll.