Neue D&D 4.5 Kampagne

Jetzt wo die kalte Jahreszeit langsam wieder kommt, und man lieber wieder im Spielzimmer sitzt als im Biergarten, trage ich mich mit dem Gedanken, eine weitere Runde zu starten – neben meiner Rogue Trader Runde. Aus den vielen Möglichkeiten, die ich habe, spricht mich aber doch trotz verlockender Alternativen, das gute alte D&D 4 an. Nur mit einschneidenden Eingriffen in das Regelwerk, die die Schwachpunkte des Systems adressieren und beheben sollen. Sie soll auf jeden Fall auf Level 11 starten und eine Tour de Force  durch die Paragon-Ebene werden.

An Abenteuern, werde ich das Beste aus veröffentlichten Abenteuern nehmen und ergänzen, diese Teile storytechnisch verändern und mischen, so dass Rollenspiel vor Encountern Priorität hat  und in einen gemeinsamen Meta-Plot einpassen, der sehr nahe am Wirken der Abenteurer-Gruppe spielt und sie permanent auf Trab hält. Es soll ein D&D 4 werden, wie ich denke, dass es wirklich gut wird (und nenne es leicht reisserisch D&D 4.5 – man sehe es mir nach) – ich hoffe ich finde ein paar treue Mitstreiter, die sich dem Experiment aussetzen wollen. Folgende Hausregeln habe ich momentan im Blick:

  • Um die Länge der Encounter zu reduzieren, werden alle Gegner nur die Hälfte der Trefferpunkte haben und dafür etwas mehr Schaden austeilen (Vielen Dank an M.S. für diese Regel). Durch den erhöhten Schaden, sind die Encounter auch nicht mehr so leicht kalkulierbar wie vorher. Zumal es auch die neue Schadensformel des MM3 betrifft.
  • Um etwas Abwechslung in das Spiel zu bringen, lasse ich die Fortune Cards zu. Eine nette Ergänzung, wie ich meine.
  • Um die Critical Hits und Fumbels zu variieren suche ich noch nach einer Lösung, aber momentan sieht es danach aus, dass es so etwas wird wie die Pathfinder Decks, die auf D&D4 übertragen werden.
  • Um den Rollenspielanteil zu erhöhen werden sämtliche Skill Challenges gestrichen und durch Rollenspiel ersetzt, das von ein paar Skillrolls unterfüttert wird. So will ich den schlechtesten Aspekt der 4E weglassen (den der formalisierten Interaktion)  und wieder die Ideen der Spieler am Tisch lebendig werden lassen.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt, um das Rollenspiel zu fördern ist, dass ich die Heroic Trait Regeln vom Strands of Fate Macher Mike McConnell übernehmen werde. Der Regelmechanismus ist der Kern des populären, narrativen Regelsystems Fate. Fragmente der Biographie und Eigenschaften werden in spielrelevante Vor- und Nachteile umgesetzt, mit denen die Spieler sogar einen Einfluss auf die sie umgebende Welt haben.

Mit diesem Regelset hoffe ich die Schwachpunkte von 4E zu kompensieren. Als Setting wird eine vertraute Welt (Forgotten Realms in der 4E Variante) zum Zuge kommen , damit so sinnvolle Traits gewählt und die hier sehr wichtige, reichhaltige Hintergrundgeschichte des Charakters erstellt werden können. Es wollen immerhin die ersten zehn Level plausibel erzählt werden.

An Versatzstücken aus publiziertem Material werden folgende Werke Verwendung finden: King of the Trollhaut Warrens, Courts of the Shadow Fey, Lost City, Revenge of the Giants, Tomb of Horrors und The Shadowfell: Gloomwrought and Beyond. Natürlich ergänzt um viele eigene Encounter, die der Meta-Plot mit sich bringt, und um im Fall von Vorkenntnissen der publizierten Abenteuer Verwirrung zu stiften. Dass in der Liste gleich zwei Abenteuer von Logan Bonner dabei sind ist Absicht – ich halte ihn für den besten Adventure Autoren für die 4E.

Zugelassen ist alles an 4E Material, das von den Wizards kommt, nach Absprache auch anderes Material, wie etwa von Goodman Games, Open Design etc. Startlevel ist 11 und Ihr beginnt mit je einem Magic Item, der Stufen 10, 11 und 12. Zusätzlich habt Ihr Gold zur Verfügung, im Wert von einem Level 11 Magic Item, das Ihr auch für den Erwerb von weiteren Magic Items nutzen könnt. Die Hälfte der Magic Items müssen “common” sein, die andere Hälfte jedoch darf “uncommen” sein – ein “rare” Item ist zu Beginn der Kampagne erlaubt.

An die Blogleser die Aufforderung ob Ihr euch vorstellen könnt, 4E mit diesen Regeländerungen zu spielen und ob Ihr Verbesserungen davon erwartet. Wenn die Kampagne zustande kommen sollte, werde ich hier regelmäßig über unsere Erfahrungen berichten.

2 Responses to “Neue D&D 4.5 Kampagne”

  1. TheClone sagt:

    Hm, also ich spiele ohne Fortune Cards (kostet nur Geld und macht auch ohne Spaß), besondere Criticals und Fumbles (einfach keine Lust ;) ) und mit der Encounterlänge bin ich auf den Heroic Stufen auf denen ich bislang geleitet habe ganz zufrieden. Ich tendiere aber auch gerne dazu lieber nen Brute als nen Soldier einzusetzen und Skirmisher sind auch immer dabei. Elites und Controller eher selten, beide max. 1 pro Kampf . Daher ham meine Monster eh weniger HP bzw. wenig Fähigkeiten um den Kampf zu verlängern. Skill challenges benutze ich auch gar nicht mehr. Ich finde, das ist ein mechanisches Konstrukt, dass einfach überhaupt nicht zur Realität am Tisch passt, außer man führt sie komplett ohne ROLLENspiel durch. Aber ich will gerne mal das “Obsidian Skill Challenge” System probieren. Nur leider hatte ich bisher nie Gelegenheiten es einzusetzen, da einzelne Würfe keine Challenge werden.

    Ein Punkt an dem ich lieber ansetze sind Healing Surges. Das nach einer extended rest wieder alles auf 100% ist,. langweilt mich. Nach nem harten Tag darf man morgens auch noch Muskelkater haben. Darum gilt bei mir normalerweise, dass man pro Death Save Failure am nächsten Tag eine Surge verliert und ich überlege das noch stärker anzuziehen.

    Weitere Hausregel für den Realismus ist, dass man jemanden, der im sterben liegt, aber seinen Second Wind schon ausgegeben hat mit einem Heal-Wurf für eine Runde stabilisieren kann. Der Heal-Wurf ersetzt dabei quasi seinen Save, man muss also nur ne 10 schaffen (außer der Sterbende hat Abzüge). Das hält aber nur für eine Runde, dann muss man wieder würfeln. Kostet ne Stadard Action. Ist quasi “Wunden zuhalten”, bindet dafür auch 2 Chars statt einem.

  2. Amurayi sagt:

    Das klingt sehr spannend und ich wäre gerne dabei!

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